S11 ALU (Born to live) Baubeschreibung & mehr

wertvolle Bau-, Segel- und Revier- Tipps von "erfahrenen" REINKE- Seglern
oder - Selbstbauern. "Neulinge" können hier Fragen stellen, zu denen
ggf. andere Selbstbauer wichtige Tipps geben können,
von denen dann alle profitieren.
Auch gute oder schlechte Erfahrungen mit Lieferanten oder Ausrüstungsteilen,
Beschaffungsquellen usw. gehören in diese Rubrik.
kreuels
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S11 ALU (Born to live) Baubeschreibung & mehr

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:16

Kurze Einleitung.

Wie begann das Projekt?
Bereits seit über 10 Jahren segelnd, half ich meinem Freund Robert und seiner Frau Iris bei einigen technischen Änderungen kurz vor IHREM Start, um die Welt zu bummeln. Wie nicht anders zu erraten, ist dieses natürlich auch unser Traum und so wurde unsere alte Segelyacht (eine Beneteau Evasion32) von mir bezüglich der Platzes, Aufteilung etc. erneut neu beurteilt.
Das Ergebnis war klar denn sonst würde ich hier nicht schreiben.

Auswahl der „neuen Yacht“
Wie immer gibt es YING und YANG bei jedem Projekt und so waren für uns folgende Faktoren ausschlaggebend:
1. Materialwahl (GFK oder Alu)
2. Decksalontyp
3. Kimm-/Twinkieler
4. Ausbau und Aufteilung frei planbar
5. Größe zwischen 12 u. max. 13m

Punkt 5. scheint einigen bestimmt zu klein zu erscheinen, jedoch ist die Größe auch mit Kosten, Liegeplatz etc. sonstigen Kosten zu koppeln, und realistisch genug muß man bleiben, denn wie es schon R.Gepard schrieb, von 100 möchte gern Weltumsegler wird nur einer starten.
Ich zähle mich nicht dazu ? , aber es gibt ja noch andere Faktoren, wie Gesundheit etc. die einem einen Strich durch die Rechnung machen, und für den Fall sollte die Yacht auch in hiesigen Gewässern brauchbar und bezahlbar sein und bleiben.

Ich will nicht sagen das Reinke an erster Stelle stand, jedoch gibt es immer ne Menge Yachten dieser Marke als Kasko zu kaufen, weil sich einfach viele verschätzen.
Meine erste Bootsbörse seit Jahren, und unser Schicksal hat seinen Weg genommen. Ich kann noch nicht sagen ob gut oder schlecht ?, aber es gab dort eine Reinke S11, Alu, ASY- Kiel, Decksalon als Kasko. Der Preis ließ einen Druckfehler vermuten, aber nach einem Anruf war auch das geklärt. Die Besichtigung ergab eine „fast“ beulenfreies Kasko, welches sehr präzise ge- und verarbeitet wurde. Der Vertrag wurde gezeichnet und mit der Boot 2012 kam dann unsere „BORN TO LIVE“ nach Hause.

Ich möchte hier nicht berichten wie toll alles ist, sondern die Realität wiedergeben, die einen früher oder später einholt, wenn man solch ein Projekt beginnt. Weiterhin möchte ich meine Gedankengänge zu den unterschiedlichsten Themen und unsere Entscheidung hierzu niederschreiben.
Diese Themen werde ich jeweils ergänzen.

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Re: S11 ALU (Born to live) Dezember 2011

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:18

Dezember 2011
In der Bootsbörse ist ein wirklich interessantes Objekt , Reinke Alu, S11
Ein Tag später wird die Besichtigung in ca. 700km Entfernung durchgeführt und der Kauf beschlossen.

Zustand: präzise gearbeiteter Alu Rumpf mit sehr „dicken“ Nähten, geänderte Heckform, Decksalondach um 5cm angehoben und ohne Fensterausschnitte. Rumpf im Bugbereich an einer Stelle undicht, Stb-Kiel an mehreren Stellen undicht und Bb Kiel dicht, Ruderblatt und Skeg vermutlich undicht.

Beurteilung der Nähte (Foto`s) und später vor Ort durch Fachleute ergab jedoch gut gearbeitet und vernünftige Nähte. Im Überlappungsbereich nicht 100%ig ausgeflext.

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Re: S11 ALU (Born to live) Februar 2012

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:19

Februar 2012
Mit dem Ende der Boot 2012, begann mein Bauprojekt.

Bauplatz ist die Krefelder Seglervereinigung im Industriegebiet.
Somit ist Lärm am Wochenende und nach der Arbeit kein Problem. Wäre es irgendwo im Wohngebiet oder nahe dran, wäre das Projekt durch den Lärm relativ schnell gestorben oder unangenehm geworden.


1. Die Nähte mussten von außen abgeflext werden.
2. Die „unschönen“ Stellen mussten nachgeschweißt werden.

Geplant waren hierfür 40 Arbeitsstunden - es wurden mindestens 3x soviel !!

3. Ich musste Aluminium schweißen lernen.
4. Ein Schweißgerät musste her.
Gekauft wurde ein gebrauchtes WIG 200Amp. 90% Schweißgerät für die wenigen noch zu machende Nähte, Halter, Heckverlängerung, „Sprayhood“ Aluaufbau, Nahtausbesserung, Dichtschweißen, Stevenrohr, Tanks, Schotten, Geräteträger etc.

Fazit aus 10.2012: Investiert mehr in ein größeres und besseres Gerät. Benötigt wird, selbst wenn der Rumpf schon zu 90% fertig ist, ein MIG/MAG und WIG Gerät. - und am Strom sollte man nicht sparen.

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Re: S11 ALU (Born to live) März bis Sep.2012

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:20

März bis September 2012
Eigentlich wollte ich seit Mai mit dem Innenausbau anfangen. Fakt ist, dass der Rumpf erst 100%ig fertig sein muss, bevor sich weitere Arbeitsschritte anstreben lassen. Und wie viele Stunden es nun sind und werden will man gar nicht wissen.

Was habe ich bis jetzt geschafft.
• 400 Arbeitsstunden
Für
Nähte abschleifen,
Nachschweißen,
Rumpf polieren
Einstiegsluke und Schiebeluke geändert
Fensterausschnitte einarbeiten und ggf. Fensterbereiche Richten
Fensterrahmen einschweißen.
Geräteträger biegen und einschweißen
Heckkorb ändern
Feste Sprayhood schweißen
Heck geändert

Jeder der sich jetzt mal die angedachten Rumpfbaustunden anschaut wird erkennen, dass es sich nur um optimale Zeiterfassung für einen Werftbetrieb handeln kann!

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Re: S11 ALU (Born to live) Einstiegsluke

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:21

Thema: Einstiegsluke
Die in die Sitzbank reichende Einstiegsluke war uns fürs Alter zu „Eng“ und da meine Frau immer alle Ecken schmerzhaft findet, haben wir uns zu der schon auf vielen Internetseiten abgebildete „weg geschnittenen Ecke“ entschieden. Hierdurch wurde aber die Türe unmöglich, welche wir bei unserem jetzigen Boot als angenehm empfunden haben. Die weitere Lösung war somit ein Steckschot, welches wir aber nicht überall rumfliegen haben wollten. Also wurde ein versenkbares 2 teiliges Steckschott konstruiert. Folglich muss die Öffnung, in welches es weggeschoben wird, auch entwässert werden. Da wir viel Licht im Inneren haben wollen, wurde das Schott und die Schiebeluke als Alurahmenkonstruktion gebaut, welches auch mit VSG Isolierverglasung versehen wurde. Wenn ich jedoch meine Zeit für diese Konstruktion mit innenliegender Schiebeluke zusammen rechne, dann kommen dabei ganz schnell 100 Stunden zusammen. Wir haben alle Probleme gelöst und auch noch ein abschließbares Türschloss in die Wand integriert, welches das Schiebeschot in jeder Position halten kann, sodass wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sind. Theoretisch könnte sich das Schiebeschott bei einer Kenterung selber durch die Schwerkraft schließen, aber ich habe es nicht vor zu testen?.[attachment=0]DSCN2847-kl.jpg[/attachment]
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Re: S11 ALU (Born to live) Fenstergröße-Anzahl

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:22

Thema : Fenstergröße , Anzahl und Unterteilung
Immer wieder treffe ich in Foren auf das Thema der Fensteranzahl und Unterteilung. Auch mich stört definitiv die große Anzahl der
kleinen Fensterelemente im Decksbereich. Bei meinem jetzigen Segler (32 Fuß, Decksalon Kunststoff) ist die Länge der Scheiben auf 2 Stück aufgeteilt. Dann ist das ganze Deckshaus auf dem ein Besan noch steht im GFK mit 4-5mm Stärke hergestellt. Unter diesen Gesichtspunkten scheint bei einer Materialstärke von 5mm Alu und der durchgehenden Maststütze der Aufbau doch mehr als Stabil genug zu sein. Dagegen spricht natürlich, dass man eine Reinke gewählt hat, nicht zuletzt wegen der überdimensionierten Statik aus Sicherheitsgründen. Soll man nun alle Vorteile über Bord werfen?
Für uns war jedoch nach allen Überlegungen klar, dass wir nur 2 Scheiben im Seitenbereich des Aufbaus haben wollen. Diese werden in einen eingeschweißten Alurahmen in vollem Dichtmaterial eingesetzt. Zwei der L –Profile wurde ausgetrennt. Diese fehlenden Profile werden später als 4 Kantrohr von innen vor / auf die Scheibe positioniert. Wir denken, dass hierdurch die Statik nicht oder nur wenig leidet und es somit eine akzeptable Lösung bildet.

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Re: S11 ALU (Born to live) Fenstermaterial

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:23

Thema: Fenstermaterial
Bei den Überlegungen zu den Fenstern und deren Befestigung schied für mich die vorgeschlagene Schraubenlösung durch Erfahrung direkt aus. Diese Befestigungsart ist wohl günstig und einfach, jedoch auf längere Zeit gesehen niemals 100%ig dicht. Weiterhin stört mich der „Außenaufbau der Scheiben“ auf den Rumpf, der optisch nicht so hübsch ist. Weiter stört mich der Kondensatanfall an den Scheiben in Frühjahr und Herbst. Somit kommt für mich nur eine Art „Isolierscheibe“ in Frage.
Nach langem hin und her, Diskussionen in Foren etc. haben wir uns nun zu einer Isolierglasscheibe aus Verbundsicherheitsglas entschieden.
Diese besteht aus 2x4mm mit 0,78 Folie (also ca.8,78mm Glas / 10mm Zwischenraum / und wieder 8,78mm Glas) und wiegt wohl 40kg/m2 (20mm Plexiglas ca.25kg). Bei ca. 2,0m2 Scheibenfläche sind das ca.30 kg mehr an Decksgewicht. Ich glaube und hoffe, dass bei Bruch die 2 superstarken Folien halten und kein Wasser eindringt.

Beliefert wurden wir recht günstig ( 13 Scheiben nach Mustervorgabe für 1600€ ) durch die

ORANKE Glaserei
Orankestr. 8
13053 Berlin Alt-Hohenschönhausen

Nach dem Einbau der ersten Scheiben muss ich jedoch sofort hier schon sagen, dass auch Glas genauso Kratzempfindlich ist wie Plexiglas.

Als Dicht/ Klebstoff zum Einsetzen der Scheiben wird Rotabond 2000 der Firma Kent eingesetzt, da diese Material auf Alu, Glas und in der Verarbeitung besondere und von mir geschätzte Eigenschaften hat. Er hat 250% Bruchdehnung, schrumpft nicht, ist UV beständig.
Zwischen Scheibe und Alurahmen lassen wir ca.5-8mm je Seite Platz. Somit haben wir 16mm dynamischen Spalt Die max. Scheibenlänge beträgt 1,35m. Bei einer Aluminiumausdehnungskonstante von 2% (2 mm pro Meter) pro 100 Grad Celsius sehe ich keine Gefahr, dass die Dichtung auch bei max. Erwärmung und Belastung des Rumpfes nachgibt.
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Re: S11 ALU (Born to live) Geräteträger integr. David

Beitrag von kreuels » Mo 10. Dez 2012, 10:24

Thema: Geräteträger
Bei dem geplanten Gerätebügel oder Kuchenbudenbügel störte mich, dass dieser in den Stehbereich des Rudergängers ragte und so klein kann man sich nicht machen, als das er nicht stört. Weiterhin eignet sich dieser nicht als Halterung und war vielleicht auch nie dafür gedacht. Also weg mit dem Plan. Wir brauchten eine Geräteträger. Der sollte nicht stören, Geräte tragen und ins Bild passen.
Geplant war dann einer aus 35mm x 5mm Alu Rohr. Er wurde im Winkel dem Windschutz angepasst und schräg nach Hinten über unsere Heckverlängerung ausgerichtet. Die Höhe haben wir so gewählt, dass man Cockpit stehen drunter weg schauen kann. Beim Ausstieg achtern muss man jedoch den Kopf einziehen, was für uns tolerierbar erschien.
Während der Bauphase wurde im hinteren Träger dann noch eine Art wegklappbare drehbare Davit integriert.
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Re: S11 ALU (Born to live) Jan bis Sept.2013

Beitrag von kreuels » Mo 30. Sep 2013, 08:19

Baufortschritt seit Dez.

Seit Dez. hat sich einiges getan, was man aber nicht sofort sehen kann, was aber enorm viel Zeit gekostet hat.
• Die S11 sollte eine Heckplattform als Verlängerung erhalten. Dieses wurde von mehreren Weltenbummlern empfohlen. Diese wurde mit integrierter herausziehbarer Heckleiter geplant. In der Mitte wurde Platz für eine Rettungsinsel
gelassen und in den Seiten wurden 2 Staufächer integriert. Hier soll später der Heckanker mit Trosse verschwinden.

• In der Plicht wurden die Backskisten- sowie Achterkistendeckel eingebracht. Diese habe ich nicht auf das Deck montiert sondern mit einer aufgeschnittenen 4 Kantrohr Konstruktion eingelassen.


• Die Position der Decksluken wurden an unsere Innenausbauversion geändert. d.h. alte Luken zuschweißen, neue Lukenrahmen einschweißen.

• Der Bug erhielt eine auf beiden Seiten aufgbrachte 8mm stärke Bugverstärkung. Sozusagen ein Container-Ramschutz-Verstärkung

• Wir haben ein großes Bett im Bugbereich eingeplant. Freunde von uns, die auf „Welttour“ sind, haben uns erklärt wie unangenehm das Schlafen ist, wenn das Boot etwas bug oder hecklastig beladen ist. Also haben wir unser
Bett „schwenkbar“ gebaut und können es an eine andere Beladungssituation anpassen.

• Zur Dichtigkeits- und pseudo Statikprüfung wurde der Rumpf im Bugbereich unterstützt und mit Wasser komplett geflutet. Naja komplett heißt bis 50 cm über die geplante Wasserlinie. Glücklicherweiße hat der Rumpf das ausgehalten.
Nur 3 kleine Stellen waren undicht .

• Es wurde eine LKW Anfahrschutzscheuerleiste (6x6x6cm) statt des Alu Rohrs montiert

• Da ich beide Kiele evtl. als Tank benutzen möchte, habe ich diese mit Druckluft abgedrückt. Wer glaubt, dass die nach dem Schweißen 100%ig dicht sind liegt100%ig falsch. Also Stellen markieren, ausschleifen/fräsen und
nachschweißen. Hierbei findet mal alle Schweißfehler. z.B. Unsaubere Oberflächen die verschweißt wurden, sehen in der Naht sauber und gut aus, sind aber oporös und halten den Druck von 250mbar (entspricht 2,5m Wassersäule) nicht
aus.
• Jeder Kiel hat eine 1,5 Zoll Ablaßschraube mit Aufnahme erhalten, damit man die Tanks später sichten und reinigen kann.

• Das Ruderblatt und Skeg wurden ebenfalls abgedrückt.

• Die Tanks sind in den Rumpf eingebracht worden.

• Die Plichtbodenklappe wurde geteilt, damit man einen wegklappbaren Steuerstand montieren kann.

• Die Reling wurde geändert. Hierzu wurde ein Winkelprofil von Innen an die Außenhaut und dem Deck geschweißt. In dieses „4Kantrohr“ wurden Hülsen für die Relingstützen eingebracht.

• Der Bug und Heckkorb wurden entfernt und neu gestaltet.

• Es wurden 2 Ankerrollen in den Bugkorb eingebracht. Ich will und werde 2 Anker im Bug montiert fahren. Das ist für mich Sicherheit.

• Es wurde eine ! elektrische 1200 Watt Ankerwinde eingebaut, die beide Anker nacheinander bedienen kann. Hierfür wurde eine maxwell VW1200 benutzt. Die Kette kann abegelegt und der zweite Anker bedient werden.

• Der Ankerkettenkasten wurde in Position und Größe geändert, da dieser an der geplanten Position überhaupt nicht funktioniert.
100m Kette müssen sauber in den Kettenkasten fallen, ohne dass mit Hand sortiert werden muß. Hier wird aber noch weiter gearbeitet und getestet.

• Jetzt werden zur Zeit die Schottwände im Innenbereich verankert und mit Türen montiert.


Bilder werden in der nächsten Zeit kommen. Wer genaueres wissen will kann mich gerne anmailen.

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Re: S11 ALU (Born to live) Oktober 2013 bis Januar.2014

Beitrag von kreuels » Mi 29. Jan 2014, 07:48

4 Monate, die es in sich haben. Endlich ging es ans Holz. Schön sollte es werden. Schön ist relativ und jeder empfindet es anders.
Ich habe mit den Schottwänden angefangen und habe Sandwichmaterial der Firma Wonnemann bezogen. Nicht direkt, aber über meinen Holzhändler vor Ort. Man sollte sich ruhig mal die Preise anschauen.  Also Sandwich für die Wände, Sandwich für die Türen.
Schön heißt für mich auch Runde „Ecken“. Die Türöffnungen habe ich so gewählt, dass sich diese durch Wassereinbruch selbst abdichten. Zur Stabilisierung habe ich in das Sandwichmaterial Aluprofile integriert und die Ecken formverleimt. Ist mir bis jetzt gut gelungen. Die Bettkonstruktion habe ich schwenkbar /drehbar aufgehangen. Warum? Na damit man den Kopf immer waagerecht oder etwas höher hat. Freunde von uns (2 Jahre Unterwegs) sagten mir von dem Schlafproblem, bei veränderter Schwimmlage durch erhebliche Beladung. Dann wurden die ganzen Schrankwände verankert. Das sieht dann alles seltsam aus und das Boot wird immer kleiner. Ich glaube es wird zu klein  werden. Ok, nicht wieder von vorne. Mittlerweile habe ich 1500 Stunden investiert, bei einem 50% fertigen Rumpf. Als Isolationsmaterial habe ich den B1 Schaum von Soudal genommen. Es lässt sich recht gut verarbeiten. Die Raumaufteilung ist ungefähr so geblieben, wie im letzten Download, nur der Toilettenbereich wurde durch die Schrägen immer kleiner,…seltsam.
Im Toilettenbereich wurde eine Wandwaschmaschine montiert, bzw. vorbereitet. Was glaubt Ihr nicht und kennt keine die da reinpasst. Schaut mal unter Daewoo, Elektro nach. Klein und Fein. Die Wasserrohre werden alle zum Heck mit Gefälle montiert, damit ich das Wasser im Winter mit einem Griff ablassen kann. Auch zur Ankerrolle geht eine Leitung, damit ich diese beim Verholen mit Süßwasser abspritzen kann.
Also wichtig ist strukturiert vorzugehen, und so habe ich nach der groben Aufteilung durch die Schottwände beschlossen im Bug anzufangen. Der Ankerkasten wurde etwas vergrößert, so dass jetzt 100m Kette frei fallen und dann sogar noch Platz bleibt um weitere 100m Kette oder Seil per Hand drüber zu schichten. Die Ankerwinde ist von Maxwell. Ich wollte die HC1000/1200 haben, damit ich zwei Anker fahren kann und zwischenzeitlich, die Kette wechseln kann. Geht bei der RC 10/12 nicht. Aber wenn Ihr ins Detail schaut, dann stellt Ihr fest das es die gleiche Winde ist, nur ein anderer Fuß. Die eine für 950€, die andere für 2000€. Habe also die 950€ Winde genommen und den anderen Fuß als Ersatzteil bestellt für 300.  …macht 750€ gespart, bei dem gleichen Produkt Natürlich habe ich die Garantie verloren.
So, die Foto`s sind leider auf 3 Stk, und 256k begrenzt.
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Nachttisch.jpg
Nachtisch mit Schrank drüber
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Bugbereich.jpg
Bugschrank undTechnikkasten für Winde
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Blick vom Salon.jpg
Blick vom Salon in den Bugbereich
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